McKinsey als Metapher

ROBERT MISIK
Politik, FALTER 12/04 vom 17.03.2004

ESSAY Schmal ist der Grat zwischen Globalisierungskritik und einem Antikapitalismus der dummen Kerls. Über Rolf Hochhuth und das aktuelle Feindbild des Unternehmensberaters. 

Der Dichter hat ein Gespür für die große Geste. Vor ein paar Wochen hat Robert Menasse eine Philippika gegen den globalisierten Kapitalismus losgelassen und ein Plädoyer für Engagement gehalten, das einiges an Erstaunen auslöste. Jetzt ist er, hat er uns wissen lassen, Attac beigetreten - folgerichtig, wie man so sagt. Und hat in der Zeit noch einmal nachgelegt, hat das Bild einer neuen, grandiosen Dichotomie entworfen, das Bild von der Intensität eines neuen Kriegs der Klassen. Nicht mehr Proletariat und Bourgeoisie stehen sich, bereit zum historischen Showdown, gegenüber, sondern "die Globalisierungseliten und die Globalisierungskritiker".

  Chapeau. Man hat das von Robert Menasse nicht erwartet - und doch liegt er voll im Trend. Fast schleichend hat sich in den vergangenen Jahren ein Bild - eine Art der

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