DOLM DER WOCHE

R. vorm Walde

Politik, FALTER 30/04 vom 21.07.2004

"Vorm Walde hat mit Hr. Moldaschl vereinbart, dass dieser die Projektabarbeitung übernimmt, da die bislang gemachten Erfahrungen bei anderen Projekten positiv waren." So steht es im Protokoll einer ÖBB-Sitzung vom 17. Juni. Kurz darauf wird der Personalchef Wolfgang Moldaschl von ÖBB-Chef Rüdiger vorm Walde mit 47 Jahren zwangsweise in Frühpension geschickt. Der Grund: "unüberbrückbare Auffassungsunterschiede". Moldaschl hatte dem Vorstand vorgeworfen, bei der ÖBB-Reform säumig zu sein. Wenn der Personalchef damit dem Unternehmen geschadet hat, müsste ein Disziplinarverfahren eingeleitet werden. Sollte das Ergebnis negativ sein, kann er entlassen werden. Einen Gewerkschaftsfreund, der sich nichts zuschulden kommen ließ, auf Steuerzahlers Kosten in Pension zu schicken, ist aber sicher nicht das, was man sich von einem modernen Manager erwartet.

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