"Come in with the milk"

MICHAEL OMASTA
Kultur, FALTER 03/05 vom 19.01.2005

FILM Eine unverbindliche Materialschlacht: Martin Scorseses dreistündiger HowardHughes-Film "The Aviator" mit Leonardo DiCaprio. 

Die letzten zwanzig Jahre seines Lebens verbrachte Howard Hughes, der Legende zufolge, hinter den geschlossenen Jalousien eines Penthouses. Er starb 1976, von Wahnvorstellungen verfolgt, an Seele und Körper gebrochen und, für seine Verhältnisse zumindest, so gut wie pleite. Orson Welles hat den Milliardär noch zu dessen Lebzeiten verewigt. "F for Fake", seine geniale Münchhausiade über Clifford Irving, den Fälscher, der als "Autobiograf" von Hughes berühmt wurde, zieht mit beißendem Spott über diese Phantomexistenz her. Wann immer Welles im Film auf Howard Hughes zu sprechen kommt, sieht man lediglich die Fenster irgendeines schiachen Hotels in Las Vegas.

  So ändern sich die Zeiten. "The Aviator", der neue Dreistünder von Martin Scorsese, erzählt die zwanzig besten Jahre aus dem Leben von Howard Hughes (1927 bis 1947) und ansonsten vor allem

  752 Wörter       4 Minuten
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