KUNST KURZ

NICOLE SCHEYERER
Kultur, FALTER 03/05 vom 19.01.2005

Was tun, wenn ein Arbeitsplatz nur noch ein Job ohne soziale Rechte wie Arbeitslosenversicherung, bezahlten Urlaub oder Mutterschutz ist? Zum Beispiel ein Gebet zum Heiligen Precarias schicken - so ein sarkastischer Vorschlag der auf DVD erschienenen Videokompilation "Precarity", die sich auf sowohl ernste als auch humorvolle Weise mit Widerstandsmöglichkeiten gegen ausbeuterische Arbeitsverhältnisse im Neoliberalismus befasst. Unsicherheit wird zur Herrschaftstechnologie, wenn McJob-Inhaber und Scheinselbstständige von Gewerkschaften nicht mehr vertreten werden, weil sich diese nach wie vor an der traditionellen Klientel der Vollarbeitsplatzinhaber orientieren. Umso wichtiger ist die Beschäftigung mit prekären Arbeitsverhältnissen, wie sie etwa vom European Institute for Progressive Cultural Politics (eipcp) gefördert wird. Aufsätze dazu bietet auch die eipcp-Internetzeitschrift www.republicart.net.

  Am 20. Jänner wird im Zwischenquartier von Public Netbase (7., Burggasse 21)

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