Schlag auf Schlag

MAYA McKECHNEAY
Kultur, FALTER 13/05 vom 30.03.2005

FILM Clint Eastwoods 25. Regiearbeit, das Oscar-gekrönte Boxerinnendrama "Million Dollar Baby", ist klassisches Hollywoodkino, wie es sein soll. 

Maggie ist 31 und vom Gedanken besessen, Boxchampion zu werden. Ein Plan, gegen den zwei Argumente sprechen: Geschlecht und Alter. Davon, wie es dem späten Mädchen aus dem Trailerpark, das im Diner um die Ecke serviert und von Hilary Swank mit entschlossen nach vorn gerecktem Kinn gespielt wird, dennoch gelingt, in den Weltmeisterschaftsring zu steigen, erzählt das erste Drittel von Clint Eastwoods "Million Dollar Baby": eine klassische Rise-of-a-Star-Geschichte.

  Das Erfolgsrezept, in dem Maggie von ihrem raubeinigen Trainer Frankie (Eastwood) und dem altersweisen Boxhallenwart (Morgan Freeman) bestärkt wird: hartnäckig sein, länger und härter trainieren als all die anderen. Die archetypische visuelle Entsprechung ist der Schatten der Frau, der sich auch dann noch an der abgeblätterten Wand des Boxclubs abzeichnet, während alle anderen

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  439 Wörter       2 Minuten

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