Alles auf Anfang?

GERHARD MIDDING
Kutlur, FALTER 51/05 vom 21.12.2005

FILM Nach "Dogville" bringt Lars von Trier den zweiten Teil seiner Amerika-Trilogie. Als Allegorie auf die politische Kultur der USA funktioniert "Manderlay" nicht. 

Die Regieanweisung "Alles auf Anfang" gehört zu den großen Mysterien des Kinos. Wie lässt sich Ursprünglichkeit ein weiteres Mal herstellen? Wie versetzt man sich neuerlich in den Zustand der Unschuld, obwohl diese doch mittlerweile durch die Erfahrung befleckt ist? Selbst das Wissen um die handwerklichen Bedingungen dieses magischen Tricks schmälert das Rätsel nicht.

  So erscheint es als kluge (wenn auch nicht ganz freiwillig getroffene) Entscheidung Lars von Triers, die Rolle der in "Dogville" von Nicole Kidman gespielten Grace für "Manderlay", den zweiten Teil seiner Amerika-Trilogie, mit einer anderen Darstellerin zu besetzen. Bryce Dallas Howard bringt zwar bereits eine eigene Legende in den Part ein: dank ihrer Lebensrolle als Tochter des Regisseurs Ron Howard und durch die Assoziation mit "The Village", in

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  550 Wörter       3 Minuten

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