„Ich bin partymüde“

Diese Woche wird das Schauspielhaus wiedereröffnet. Ein Gespräch mit dem neuen Direktor, Andreas Beck, über seine Erfahrungen mit Bachler und Peymann, über Unterhaltung mit Inhalt und Doderer als Autor einer Soap-Opera.


WOLFGANG KRALICEK

FEUILLETON, FALTER 47/07 vom 20.11.2007

Der neue Direktor des Wiener Schauspielhauses heißt Andreas Beck. Der 42-jährige Deutsche (Geburtsort: Mülheim an der Ruhr) studierte Kunstgeschichte, war als Dramaturg in München, Stuttgart und Hamburg engagiert und hat sich als Spezialist für Gegenwartsdramatik profiliert. Seit 2002 arbeitete Beck am Burgtheater, wo er unter anderem die alljährlichen Werkstatttage für junge Autoren etablierte und Künstler wie René Pollesch oder das Regieteam Rimini Protokoll nach Wien brachte.

Wie in den Neunzigerjahren, als Hans Gratzer in der Porzellangasse ausschließlich Ur- und Erstaufführungen zeigte, soll das Schauspielhaus unter Beck wieder zu einem Autorentheater werden. Nicht weniger als zwölf neue Stücke stehen in seiner ersten Saison auf dem Spielplan, darunter fünf Uraufführungen. Eröffnet wird das neue Schauspielhaus am 22. und 23. November mit vier Premieren österreichischer Autoren an zwei Abenden: Mit “Ich ersehne die Alpen; so entstehen die Seen” ist das Theaterdebüt von Händl Klaus erstmals in Wien zu sehen; mit “hamlet ist tot. keine schwerkraft” von dem als Hausautor engagierten Oberösterreicher Ewald Palmetshofer könnte dem Schauspielhaus gleich zu Beginn eine Entdeckung gelingen; mit Gerhild Steinbuch (“schlafengehn”) und Johannes Schrettle (“wie ein leben zieht mein koffer an mir vorüber”) sind zwei weitere Dramatiker aus der Unter-30-Klasse Teil der Startaufstellung.

Falter: Anlässlich Ihrer Bestellung haben Sie gesagt, dass man als Theaterdirektor nie wieder so sexy ist wie vor der Eröffnung. Wie sexy waren denn die vergangenen Monate?

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