Go Ost

Herwig G. Höller
Politik, FALTER 48/07 vom 28.11.2007

ANALYSE Die rechten Grazer Wahlwerber fallen nicht nur mit ausländerfeindlichen Slogans, sondern auch mit absurden Ostblockbezügen auf.

Mit linken Ikonen hat Susanne Winter kein Problem, zumindest nicht, wenn sie tot sind. Gleich zu Beginn ihrer Wahlkampfauftaktrede im Brauhaus Puntigam verwies die stramm rechte FPÖ-Spitzenkandidatin auf einen ganz großen Linken. Auf ihre Partei werde Druck ausgeübt, meinte Winter. "In diesem Zusammenhang zitiere ich Bertolt Brecht:, Wo Unrecht zu Recht wird, wird Widerstand zur Pflicht'." Offenbar hat sich Winter das von ihrem Parteiobmann abgeschaut, der sich neuerdings als "StraCHE" mit langer Mähne und Che Guevara-Mütze auf T-Shirts stilisieren lässt. "Vota el partido de la libertad" (Wähle die Partei der Freiheit), steht auf Spanisch daneben. Und die Herren Guevara und Brecht können sich nicht einmal gegen die Vereinnahmung wehren.

Doch nicht nur der alte Brecht kam aus der DDR, sondern auch ein sprachliches Bild, das die FPÖ-Politikerin im

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