"Gift in den Rekorden"

Lukas Wieselberg
Politik, FALTER 32/08 vom 06.08.2008

OLYMPIA Als DDR-Sprinterin wurde Ines Geipel gedopt. Heute ist sie Schriftstellerin und kämpft darum, dass ihr Weltrekord gestrichen wird. Ein Gespräch über Gift, Körper, Sport und Politik.

Warum fürchtet China den Dalai Lama und nicht Ines Geipel?", fragte kürzlich der Philosoph Peter Sloterdijk. Geipel ist zwar kein furchterregendes, aber ein seltenes Exemplar. In den 1980er-Jahren war sie Weltklasse-Sprinterin der DDR. Heute ist sie erfolgreiche Schriftstellerin und Professorin für Schauspielkunst in Berlin. Ihre Sportkarriere verlief DDR-typisch: Trainer gaben ihr bunte Pillen zum Schlucken, ohne Aufklärung, dass es sich dabei um Steroide und andere Dopingmittel handelte. Erfolgreich war das Ganze. Der Weltrekord für Vereinsteams im 4-Mal-100-Meter-Sprint, an dem Geipel beteiligt war, ist bis heute gültig. Im Jahr 2000 war Geipel Nebenklägerin im größten Dopingprozess gegen das DDR-Staatsdoping. Seither schreibt sie nicht nur literarische Texte, sondern hat sich auch zur

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