Liebe Leserin, lieber Leser

Klaus Nüchtern
Vorwort, FALTER 32/08 vom 06.08.2008

Über Jahrzehnte hinweg hat Wiens beste und mittlerweile auch einzigste Stadtzeitung die Arschbacken zusammengekniffen und allenfalls selbstironisch als Selbstverhöhnung getarntes Selbstlob geübt. Damit ist jetzt Schluss! In Zeiten, in denen ganze U-Bahnstationen mit Eisteewerbung zugepflastert sind und man den Namen eines unter schwerem Grinszwang leidenden Operntenors täglich 287-mal in sämtlichen Printmedien des Landes lesen muss, sind Old-School-Tugenden wie Dezenz und Bescheidenheit endgültig out. F*** 'em! Reden wir Klartext: Ein hungriges und ausgesprochen ausgeschlafenes Team macht hier die krasseste auf gewöhnlichem Zeitungspapier und teilweise sogar in Farbe gedruckte Wochenstadtzeitung einer ehemaligen Donaumonarchiemetropole. Und all das sieht man schon an den geilen Accessoires im total angesagten Design. Da wäre zum einen die superlässige "Falter"-Umhängetasche, mit der du in den Büros der führenden Kreativunternehmen genauso dabei bist wie hernach beim Abchillen

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  327 Wörter       2 Minuten

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