Was fährt denn da?

Mobilitätskolumne

Stadtleben, FALTER 48/08 vom 26.11.2008

Abteilung koreanische Damenwäsche

Testfahrt: Christoph Chorherr

Eine Ware scheint auf den ersten Blick ein selbstverständliches, triviales Ding. Ihre Analyse ergibt, daß sie ein sehr vertracktes Ding ist, voll metaphysischer Spitzfindigkeit und theologischer Mucken."

Das schreibt Karl Marx in seinem ersten Band von "Das Kapital" über den Fetischcharakter der Ware.

Leider hat er das Auto noch nicht gekannt. Er hätte es mit Sicherheit ins Zentrum seiner Betrachtungen gestellt. Der Mensch und sein Auto, das ist die wohl symbiotischste Beziehung zwischen Mensch und Maschine. Das Auto ist wahrscheinlich der Fetisch der Moderne.

"Fetischismus" bezeichnet einen Glauben an übernatürliche Eigenschaften von Gegenständen und deren Verehrung.

Wie anders wäre zu erklären, was viele Menschen für diesen Gebrauchsgegenstand ausgeben. Im Laufe seine Lebens zahlt der Österreicher durchschnittlich 312.000 Euro für Anschaffung und Unterhalt seines Autos. Der Sprit, dessen Preis zu geradezu religiösen

  655 Wörter       3 Minuten
Bestellen Sie hier ein FALTER-Abo Ihrer Wahl inklusive Online-Zugang, um diesen sowie alle anderen FALTER-Artikel sofort im Volltext zu lesen.
Holen Sie sich hier Ihren Online-Zugang und lesen Sie diesen sowie alle anderen FALTER-Artikel sofort im Volltext.

Lesen Sie diesen Artikel in voller Länge mit Ihrem FALTER-Abo-Onlinezugang.

Passwort vergessen?
Bitte liken Sie den FALTER auf Facebook:
Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:

Alle Stadtleben-Artikel finden Sie in unserem Archiv.

Anzeige

Anzeige