"Drei Schritte vor, einer zurück"

Politik, FALTER 10/09 vom 04.03.2009

In der Wirtschaftskrise haben die Männer das Sagen. Wie denkt die neue Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek darüber?

Interview: Barbara Tóth

Gabriele Heinisch-Hosek mag es stilsicher. Die modernen Möbel in ihrem Büro kamen raus, jetzt steht wieder ein großer Biedermeiertisch im Raum. Selbstverständlich steuerzahlerschonend, nämlich aus dem Depot des Kanzleramtes geholt. Genau hier will sie in Zukunft einigen Herren das Leben schwerer machen.

Falter: Frau Minister, gleich zu Beginn Ihrer Amtszeit wollten Sie Frauenquoten für Aufsichtsräte einführen und sind damit abgeblitzt. Was wollen Sie noch, das nicht im Koalitionsübereinkommen steht?

Gabriele Heinisch-Hosek: Ich würde mir wünschen, dass die Bundesländer harmonischer bei den Kindergartengesetzen vorgehen würden. Am liebsten wäre mir ein bundeseinheitliches Kindergartengesetz.

Ihr Grunddilemma ist: Frauenministerin ist ein Titel ohne Mittel. Wie gehen Sie damit um? Reine Ankündigungspolitik alleine wird nicht ausreichen.

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  1531 Wörter       8 Minuten

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