Ein Präparat ist schnell parat

Stadtleben, FALTER 10/09 vom 04.03.2009

Nicht nur Profis, auch Hobbysportler dopen - zum Beispiel in Fitnessstudios

Bericht: Christoph Heshmatpour

Während im Spitzensport der schlagzeilenreiche Antidopingkampf tobt, sollen Amateure in Wiens Fitnessstudios eifrig und ungestört Medikamente missbrauchen. Heißt es.

Ein paar Jahre Arbeits- und Trainingserfahrung in einem großen Fitnessstudio reichten, um Martin Kreuzer*) urteilen zu lassen: "Doping ist nicht einmal tabu. Es wird offen angesprochen. Der Handel in den Garderoben läuft völlig offen." Den Namen des Studios kennt Kreuzer, er will ihn aber ebenso wenig in der Zeitung lesen wie seinen eigenen, weil er dort immer noch trainiert.

Ahnungslose Hobby-Doper

Kreuzer erzählt von einem Bekannten, der mit einer Leberzirrhose - angeblich Folge der Medikamentenkur - mehrere Monate im Krankenhaus gelegen sei. Oder einem weiteren, "Bobby", der, nachdem seine Sehnen und Gelenke kaputt waren, junge Sportler trainiert und ihnen auch "Ernährungstipps" gegeben habe.

Auch ein Arzt, der mit

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