Wer braucht schon Kindertheater?

Steiermark, FALTER 17/09 vom 22.04.2009

Stephan Rabl über den erstmals in Graz gefeierten "Stella"-Theaterpreis für junges Publikum

Bericht: Hermann Götz

Kindertheater, nein danke!' wäre eigentlich ein guter Slogan", meint Stephan Rabl. Und da Herr Rabl als Schauspieler, Regisseur, Leiter des Dschungel in Wien und Vorsitzender der Assitej Austria (des Verbandes professioneller Theater für junges Publikum) nicht im Verdacht steht, etwas gegen Theater oder gar gegen Kinder zu haben, kommt das doch überraschend. Rabl spricht lieber über "Theaterkunst für junges Publikum". "Kindertheater" stellt für ihn einen Sammelbegriff für pädagogische Lehrstücke, kommerzielle Clownerie und gescheiterte Theaterexistenzen dar - Dinge, die laut Rabl zweifellos ihre Berechtigung, aber sicher nichts mit Kunst zu tun haben. "Leider", so Rabl, "steht da viel zu oft ein pädagogischer Aspekt im Vordergrund. Man will die Kinder erziehen und bilden, will sie zu künftigen Theaterbesuchern machen. Aber Kunst wirkt im Moment. Sie muss die Menschen

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