Musiktheater Kritik

Eiligst geschälte Zauberfrüchte

Herbert Schranz
Steiermark, FALTER 19/09 vom 06.05.2009

Durchgehende Bewegung prägt Sergei Prokofjews Oper "Die Liebe zu den drei Orangen". Böse, aber anstachelnde Kräfte reißen einen Prinzen (Marlin Miller) aus seiner hypochondrischen Depression. Dirk Kaftan als Dirigent der Premiere an der Grazer Oper überzog im Bewegungsrausch jedoch sein Grundtempo. Eine mäßig packende Geschichte in einer mäßig schlüssigen, aber farbenfrohen Produktion der Komischen Oper Berlin (Inszenierung: Andreas Homoki) - neben "Così fan tutte" (Premiere am 30.5.) die zweite Übernahme von ebendort am Ende der Intendanz von Jörg Koßdorff - hätte viele Impulse aus der Musik bezogen, hätten die gut disponierten Grazer Philharmoniker länger auf bedeutungsvollen Klängen verweilen dürfen.

Grazer Oper, 7. und 13.5., 19.30

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