In der Matrix von Grafik und Medienkunst

Steiermark, FALTER 36/09 vom 02.09.2009

In Ljubljana eröffnet diese Woche die 28. Grafikbiennale – mit Sehenswertem aus Vergangenheit und Zukunft der Kunst

Bericht: Herwig G. Höller

In puncto Kulturpolitik, das mag erstaunen, waren einander Nachkriegsösterreich und das damals sozialistische Jugoslawien durchaus ähnlich. Hier wie dort wurde ein identitätsstiftendes Volkstum gepflegt, und ab den Fünfzigern unterstützten konservative wie kommunistische Kulturpolitiker beidseits der Grenze auch einen modernistischen Aufbruch. In der Steiermark zunächst mit dem Forum Stadtpark und danach mit der international ausstrahlenden Trigon-Dreiländerbiennale (1963-1991), in der damals jugoslawischen Teilrepublik Slowenien bereits ab 1955 mit der GraficÇni bienale von Ljubljana. Letztere hat im Unterschied zu Trigon den Zerfall Jugoslawiens überlebt und gedeiht prächtig weiter – insbesondere nach der Öffnung zum Zeitgenössischen und einer Erweiterung des Grafikbegriffs zu reproduzierbarer Kunst.

Und so verspricht auch die 28.

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  311 Wörter       2 Minuten

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