„In jedem meiner Filme muss ich laut lachen“

Unser Mann in Cannes: Regisseur Michael Haneke spricht über seinen Film „Das weiße Band“, die Schönheit von Schwarzweiß und die Segnungen des digitalen Zeitalters

Michael Omasta, Michael Pekler
FEUILLETON, FALTER 38/09 vom 15.09.2009

Angesichts des österreichischen Rummels rund um Christoph Waltz’ Naziauftritt in „Inglourious Basterds“ wäre der wahre Siegerfilm aus Cannes hierzulande beinahe ins Hintertreffen geraten. Dabei ist Michael Ha-nekes „Das weiße Band“ vielleicht der beste Film, den der gebürtige Münchner bislang gedreht hat. Haneke, seit Jahrzehnten auf der Suche nach den Wurzeln gesellschaftlicher Unterdrückung und Repression, ist diesmal in einem norddeutschen Dorf am Vorabend des Ersten Weltkriegs fündig geworden. Eine mysteriöse Unfallserie beschäftigt die Bewohner, während die autoritären Strukturen ein Klima aufbereiten, das nur wenige Jahre später in die Katastrophe führt. Als Studie über den Faschismus will Haneke die deutsch-österreichische Co-Produktion, die überwiegend mit deutschen Geldern finanziert und auch von Deutschland für den Auslandsoscar ins Rennen geschickt wurde, seinen Film aber nicht verstanden wissen: Beim Gespräch im Café Eiles zeigt er sich vor allem daran interessiert, der „Widersprüchlichkeit des Lebens Rechnung zu tragen“. Und zwar sehr entspannt und ziemlich gut gelaunt.

Falter: Schöner Film, Herr Haneke!

Michael Haneke: Danke, danke. Man tut, was man kann. Wo haben Sie ihn denn gesehen?

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  2462 Wörter       12 Minuten

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