Kommentar

Das ÖBB-Management misst Krankenstände, die es selbst verursacht

ÖBB-Datenskandal

Sibylle Hamann
Falter & Meinung, FALTER 39/09 vom 23.09.2009

Die ÖBB sind also ein Betrieb, der mit illegalen Methoden die Krankenstände seiner Mitarbeiter überprüft und ihnen Diagnosen abpresst. Das ist sehr, sehr übel. Ebenso übel ist jedoch: Die ÖBB sind ein Betrieb, der Krankenstände von 27 Tagen produzierte. 27 Tage – pro Jahr, pro Angestelltem, im Durchschnitt. Das ist eine horrende Zahl, wenn man sie mit den elf Tagen vergleicht, die heute bei Angestellten anderswo üblich sind.

Stellen wir also die naheliegende Frage: Wie entstehen 27 Tage Krankenstand? Auf welches Betriebsklima, auf welche Art von Mitarbeiterführung und auf welchen Arbeitsethos lassen sie schließen? Der erste Teil der Antwort: Arbeit kann wirklich krank machen. Wenn die Arbeitsbedingungen unzumutbar sind. Wenn man im falschen Job eingesetzt wird, in einem Job, den man nicht (mehr) zusammenbringt, intellektuell, körperlich oder altersbedingt.

Arbeit kann dazu führen, dass man sich krank fühlt, obwohl man körperlich gesund ist. Das passiert, wenn man ausgebrannt

ANZEIGE
  388 Wörter       2 Minuten

Sie haben bereits ein FALTER-Abo?


Sie nutzen bereits unsere FALTER-App?
Klicken Sie hier, um diesen Artikel in der App zu öffnen.

Jetzt abonnieren und sofort weiterlesen!

Jetzt abonnieren und sofort weiterlesen!

Print + Digital

  • FALTER sofort online lesen
  • Wöchentliche Print-Ausgabe im Postfach
  • FALTER als E-Paper
  • FALTER-App für iOS/Android
  • Rabatt für Studierende
Jetzt abonnieren

1 Monat Digital

  • FALTER sofort online lesen
  • FALTER als E-Paper
  • FALTER-App für iOS/Android
Jetzt abonnieren

Digital

  • FALTER sofort online lesen
  • FALTER als E-Paper
  • FALTER-App für iOS/Android
  • Rabatt für Studierende
Jetzt abonnieren
Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:

Alle Artikel der aktuellen Ausgabe finden Sie in unserem Archiv.

12 Wochen FALTER um 2,17 € pro Ausgabe
Kritischer und unabhängiger Journalismus kostet Geld. Unterstützen Sie uns mit einem Abonnement!