Technik
Netbook Vaio P: nicht vollkommen, dafür sauteuer
Dinge, die uns brauchen
Prüfbericht: Thomas Vašek
Mit schickem Design kann man mir leicht das Geld aus der Tasche ziehen. Gegen hässliche Geräte hingegen sträube ich mich. Und wenn sie noch so gut und günstig sind. So gibt’s heute passable Netbooks für 300 Euro und weniger. Die sehen dafür aber auch entsprechend billig aus. Also freue ich mich eigentlich über das neue Mini-Notebook Vaio P von Sony. Mit seiner Vaio-Reihe hat der Hersteller schon bisher Maßstäbe für Laptopdesign gesetzt. Das neue Gerät ist nicht nur richtig teuer (1400 Euro), sondern auch richtig sexy. Gerade mal 600 Gramm wiegt das Teil. Und es hat in jeder größeren Jackentasche Platz. Der Vaio P bietet alle gängigen Funktionen, vom UMTS-Modem bis zu WLAN und Bluetooth – und darüber hinaus sogar GPS. Der IT-Fachdienst heise mobil konstatierte bei technischen Tests zwar einige Schwächen. Das 8-Zoll-Display zum Beispiel erwies sich als unergonomisch, das Betriebssystem Windows Vista läuft trotz 1,6-Gigahertz-Prozessor eher schleppend. Und schließlich packt der mitgelieferte Akku gerade mal drei Stunden Laufzeit. Kurz gesagt, der Vaio P ist alles andere als vollkommen. Ich finde allerdings, dass Sexappeal auch ein Wert ist. Ein Computer, mit dem man sich in der Öffentlichkeit zeigt, darf ruhig Stil haben. Man läuft ja auch nicht mit einem scheußlichen Aktenkoffer herum – bloß weil die Schubfächer so praktisch sind!
Thomas Vašek ist Chefredakteur des PM-Magazins und rezensiert für den Falter jede Woche Mediengadgets