Kunst Kritik

Prousts Hecke und andere Tagträume

Ulrich Tragatschnig
Steiermark, FALTER 48/09 vom 25.11.2009

Träume sind bekanntlich auch nur Schäume, und Letztere bilden in Katharina Stiglitzs fotografischer Annäherung, die noch dazu das Ovalformat innigster Grabsteinporträts zitiert, ein visuelles Muster ab, an dem Erinnerungen andocken mögen oder aus dem Landschaften entstehen, die ziemlich ans Verflossene gemahnen. Und mit Fotos von geschlossenen Augen in der REM-Phase nähert sich Stiglitz demselben Thema von der genau anderen Seite. Ihre Ausstellung „Le Temps discret“ im Studio der Neuen Galerie bezieht sich auf Prousts „A la recherche du temps perdu“. Plus Weißdornhecke als Porzellanrelief. Sehr gelackt! Wie eben Proust.

Neue Galerie Studio, bis 8.12.

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