Tipp

Sein und Schein gemalter Welten

Lexikon, FALTER 48/09 vom 25.11.2009

Glassplitter und zerbrochene Spiegel sind immer wiederkehrende Motive in den Malereien, die Martin Schnur zurzeit unter dem Titel „bipolar“ ausstellt. Sinnbildlich spielt der Künstler damit auf jene illusionsstiftende Qualität des Mediums an, die er in seinen Arbeiten permanent zu durchbrechen sucht. So setzt er monochrome Bildflächen neben figurative Szenen oder arbeitet mit der Methode des Bilds im Bild. Nostalgie und Sentiment, mitunter auch eine beunruhigende atmosphärische Unbestimmtheit kennzeichnen nicht nur sein vorangegangenes Schaffen, sondern auch seine aktuelle Serie. Dass Schnur dabei stilistisch mit einer gewissen Altmeisterlichkeit kokettiert, ist unübersehbar. MJ

Galerie Lukas Feichtner, bis 12.12.

Fanden Sie diesen Artikel interessant? Dann abonnieren Sie jetzt und bleiben Sie mit unserem Newsletter immer informiert.

Bitte liken Sie den FALTER auf Facebook:
Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:

Alle Artikel der aktuellen Ausgabe finden Sie in unserem Archiv.

Anzeige

Anzeige