„Theater darf alles behaupten“

Steiermark, FALTER 48/09 vom 25.11.2009

Thomas Sobotka ist derzeit vielleicht der beste Off-Regisseur in Graz. Ein Probenbesuch im SKA

Porträt: Hermann Götz

Die Hofeinfahrt führt zu einer Ballettschule. Die ist auch angeschrieben. Wer in die Discokatakomben des SKA finden will, muss hingegen durch eine unscheinbare metallene Feuerschutztür. Einziges Indiz dafür, dass sich hier so etwas wie Nachtleben abspielen könnte, sind die reich beschmierten Wände. Drinnen ist alles wie früher, als der Werner Schwab hier seine sagenumwobenen Räusche und Raufereien aufführte: der Geruch, die Gogogirl-Raumschiff-Bar, die Toilettenkatastrophe.

„Wir haben gewusst, es muss ein Ort sein, der eine Vergangenheit hat, irgendetwas, das ihm eine Patina verleiht. Wir hätten auch supergerne im Saturn am Bahnhof gespielt“, erzählt Thomas Sobotka, der hier die aktuelle Produktion des von ihm gegründeten Theater t’eig inszeniert. Die Geschichte wurde dabei, so Sobotka „letztendlich dem Ort unterworfen“. Es ist laut Ankündigung eine „Orestieparaphrase

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