Neu im Kino

When Gustl Met Sigi: „Mahler auf der Couch“

Maya Mckechneay
Lexikon, FALTER 36/10 vom 08.09.2010

Der Film hat seinem Trailer nichts hinzuzufügen. Alles, was ein konventionelles Künstler-Biopic braucht, gibt es in der Kurz- wie in der Langversion von Percy und Felix Adlons vom ORF koproduzierter Schmonzette „Mahler auf der Couch“: langsame Kamerafahrten über die Tinte der Partituren, Weichzeichneraufnahmen und Erotikeinsprengsel Marke hauchdünnes Leinenleibchen über draller Brust. Im Kino dauert es halt länger: 105 Minuten, in denen sich die junge Wiener Salonière Alma (Barbara Romaner) in Mahler verliebt, ihn heiratet, betrügt usw. Was das junge Ding an dem alten Vogel findet, bleibt dabei unklar, zumal Johannes Silberschneider ihn zur Karikatur Marke Professor Unrat degradiert. Der Rest ist Requisitentheater: Bärte, Brillen, Capes und Zigarren. Und ein launiger Karl Markovics als Sigmund („Gustl“ Mahler darf ihn „Sigi“ nennen) Freud.

Ab Fr in den Kinos

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