Garantiert Unkreativ

Matthias Dusini, Kunstredakteur Beim "Falter"
Extra, FALTER 42/10 vom 20.10.2010

Kreativ sein ist sexy. Kreative sollen die Lebensqualität einer Stadt steigern. Aber können sie sich das ökonomisch überhaupt leisten?

Der ehemalige britische Premierminister Tony Blair veröffentlichte unlängst seine Memoiren unter dem Titel "A Journey", in denen er seine Entscheidung zu begründen sucht, warum er sein Land in den Irakkrieg führte. Weniger Platz räumt er jenem Begriff ein, mit denen Blair und seine New Labour-Bewegung ebenfalls in die Geschichte eingegangen sind: die Creative Industries.

Im Cool Britannia der späten Neunziger Jahre feierte Blair mit dem Rockmusiker Noel Gallagher Wahlsiege in der Downing Street. Das in einem alten Kraftwerk untergebrachte Museum Tate Modern symbolisiert den von New Labour propagierten Strukturwandel. Das Bruttosozialprodukt soll nicht mehr mit Schwerindustrie und Landwirtschaft gesteigert werden, sondern durch die Dienstleistungen der Kreativwirtschaft: Werbeagenturen, Museen, Architekturbüros und Computerspielfirmen.

Die ganze Welt

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