Kommentar

Halbherzig gegen die Krise - jetzt kommt sie zurück

Weltwirtschaft

Kurt Bayer
Falter & Meinung, FALTER 17/11 vom 27.04.2011

Statt Auferstehung könnte Ostern 2011 die Wiederkehr der schweren Finanz- und Wirtschaftskrise anzeigen.

Erstes Anzeichen: Die bisherigen Anstrengungen, die wildgewordenen Finanzmärkte durch Radikalreformen auf ihre Funktion für die Realwirtschaft zurückzustutzen - nämlich jene der gesamtwirtschaftlich wertvollen Finanzierung -, bleiben international halbherziges Stückwerk. Mit billigem Notenbankgeld werden Rohstoffspekulationen, Firmenfusionen, Staatsschulden- und Währungsspekulationen finanziert, während produzierende Firmen darben. Die im Sektor akkumulierten Risiken sind heute noch größer als vor dem Ausbruch der Krise.

Zweiter Hinweis: Die angekündigten Versuche der G20, künftig "globale Ungleichgewichte“ auszugleichen, die die Weltwirtschaft destabilisieren, sind steckengeblieben. Beim letzten Treffen, am 17. April, hat man sich nur auf einige Messindikatoren geeinigt. Inhaltlich übt man sich weiter in gegenseitigen Vorwürfen. Von gemeinsamer Verantwortung, geboren aus

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