Architektur Vernissage

Wenn der Wodka aus den Fenstern fließt

Lexikon, FALTER 25/11 vom 22.06.2011

Er suchte bereits im Sozialismus Auswege aus der architektonischen Ödnis: Der 1955 geborene Alexander Brodsky fand bald internationale Anerkennung für seine fantastischen Entwürfe, die er als Radierungen präsentierte. Ende der 90er-Jahre zog der Moskauer Architekt nach New York, aber die Suche nach einer anderen russischen Identität zieht sich durch sein Werk. Feine Ironie kennzeichnet etwa seinen "Wodka-Pavillon“, den er 2003 zur Gänze aus alten Fensterrahmen baute. Nun widmet das AzW seinem Werk, das sich meist an der Grenze zur Kunst bewegt, eine Schau. Zu sehen ist eine eigens für Wien angefertigte Installation, eine Art "künstlich geschaffene archäologische Wunderkammer“, in der der Tag zur Nacht wird. NS

Architekturzentrum Wien, Mi 19.00; bis 3.10.

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