Seinesgleichen geschieht  Der Kommentar des Chefredakteurs

Krisengesuder: Eat the Rich, und lasst uns auch was für die Armen tun

Armin Thurnher
FALTER & Meinung, FALTER 49/11 vom 07.12.2011

D er ORF diskutierte die Finanzkrise; es durfte sogar der Ökonom Markus Marterbauer auftreten, allerdings nur garniert mit Richard Lugner. Lugner ist beim Privatfernsehen eher privat, beim ORF jedoch als inhaltliche Instanz gefragt. Der unaufhaltsame Abstieg des österreichischen öffentlich-rechtlichen Wesens geht weiter. Erst verliert es Qualität, dann Quote. Darin gleicht es der Politik.

Man muss die Krise auch als treibendes Moment für das Fortschreiten des österreichischen Selbstdegradierungsprogramms verstehen. So war es denn Richard Lugner, der in der sonntagabendlichen Talk-Fußbadsendung ins Zentrum meines patriotischen Schmerzes traf. Er gab nämlich die Parole dieser Tage aus, indem er rief: "Wir brauchen eine Bremse für die Politik!“

So war sie wohl gemeint, die sogenannte Schuldenbremse, die nun doch nicht mit oranger Hilfe in die Verfassung hineingeschwindelt wird. Als weiteres Zeichen für die Selbstdegradierung der Republik, für ihre Selbstrückstufung in mentaler

ANZEIGE
  645 Wörter       3 Minuten

Sie haben bereits ein FALTER-Abo?


Sie nutzen bereits unsere FALTER-App?
Klicken Sie hier, um diesen Artikel in der App zu öffnen.

Jetzt abonnieren und sofort weiterlesen!

Jetzt abonnieren und sofort weiterlesen!

Print + Digital

  • FALTER sofort online lesen
  • Wöchentliche Print-Ausgabe im Postfach
  • FALTER als E-Paper
  • FALTER-App für iOS/Android
  • Rabatt für Studierende
Jetzt abonnieren

1 Monat Digital

  • FALTER sofort online lesen
  • FALTER als E-Paper
  • FALTER-App für iOS/Android
Jetzt abonnieren

Digital

  • FALTER sofort online lesen
  • FALTER als E-Paper
  • FALTER-App für iOS/Android
  • Rabatt für Studierende
Jetzt abonnieren
Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:

Alle Artikel der aktuellen Ausgabe finden Sie in unserem Archiv.

12 Wochen FALTER um 2,17 € pro Ausgabe
Kritischer und unabhängiger Journalismus kostet Geld. Unterstützen Sie uns mit einem Abonnement!