Glosse Bremsspuren

"Schulden raus“ aus Österreich und Gummi für die Regierung

Nina Horaczek
FALTER & Meinung, FALTER 49/11 vom 07.12.2011

Ausgebremst. Schlingerkurs. Verkehrssünden. Sand, der ins Getriebe rieselt - das alles fällt dem Standard zur Schuldenbremse ein. "Statt zu bremsen, steigt die Regierung noch aufs Gas“, kritisiert die Kleine Zeitung. Die Presse sieht "Bremser in allen Parteien“. "Gummi geben“ fehlt noch. Aber auch dieses Kfz-affine Wortspiel werden wir sicher bald lesen. Wer, wie SPÖ und ÖVP, mit dem Unwort "Schuldenbremse“ kommt, braucht sich nicht zu wundern, dass er keine Zweidrittelmehrheit im Parlament findet. Welcher Oppositionspolitiker ist freiwillig dabei, wenn die Regierung das unsexieste Wort des Jahres in die Verfassung hievt? Aber ein zackiges "Schulden raus!“ oder ein gereimtes "Budgetplus statt Krisengenuss“, da wäre vielleicht die eine oder andere blau-orange Hand im Parlament doch noch hochgeschnellt. F

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