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Pressekolumne

Nina Horaczek
Medien, FALTER 50/11 vom 14.12.2011

Er möchte nicht ihr "Toyboy“ sein und schon gar nicht der "Walker“. Diskriminierend seien solche Bezeichnungen für ihren neuen Was-auch-immer-Mann, sagte Ö3- und "Konkret“-Moderatorin Martina Rupp in der Österreich-Beilage Madonna über ihre männliche Begleitung. Die Interviewerin zeigt so viel Verständnis für das ungewöhnliche Paar, dass sie gleich mit unter die Decke schlupft. Auch Madonna-Chefin Uschi Fellner kamen fast die Tränen vor so viel Ungerechtigkeit. Seitenlang machen Rupp und ihr Begleiter in Madonna "ihrem Ärger über Klischees und Kaltschnäuzigkeit Luft“.

Da haben sie sich die richtige Zeitung ausgesucht. "Martina Rupp sorgt für Facebook-Groteske“, schrieb Österreich, als diese sich letzten Monat auf Facebook als "in einer Beziehung“ mit dem jungen Herrn outete. "Hat sich die 50-jährige Ö3-Moderatorin etwa einen Toyboy angelacht?“, war zu lesen. Einen Tag später meldete Österreich "Viel Tralala um Rupps Walker“. Manchmal fließen die Tränen der Rührung erst mit Verspätung.

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