Nachrichten aus dem Inneren

18.01.2012

Die Redaktion erklärt sich selbst

Das ist außergewöhnlich. Die Redaktion legt einen - zugegebenermaßen sanften - Rebrush vor und die Leserschaft bleibt ruhig oder tätschelt den Rebrushern sanft die Schulter. Gut gemacht, besser lesbar, angenehmer, das war alles, was an Reaktionen kam. Mütter konstatierten, das Ding lese sich jetzt besser, Töchter freuten sich über die freundliche Anmutung.

Wir hatten mit cholerischen Zornausbrüchen gerechnet oder mit hysterischen Blumenüberschüttungen. Wie es immer ist, wenn sich am Blatt was ändert. Nicht aber mit dieser sanften, unaufgeregten Zustimmung. Entweder haben wir erstmals alles richtig gemacht oder die Leserinblattbindung hat sich verändert.

Eine Befürchtung, die ein Leser äußerte, war sympathisch und bezeichnend. Ob die bessere Lesbarkeit nicht mit Textverlust bezahlt worden sei? Wir können beruhigen: Neben allem anderen Komfort ist dies der erste Rebrush der Geschichte, der bessere Lesbarkeit nicht mit einer Reduktion der Textmenge erkauft. Der Falter ist und bleibt die Festung des Grauwerts, die Hochburg der Schrift.

Übrigens bleibt der Falter auch die feste Burg journalistischer Auszeichnungen. Kaum haben wir die Liste "2011“ weggelegt, auf der es vor Preisträgern nur so wimmelt, erreicht uns die Nachricht, dass im noch jungen Jahr schon wieder zwei von uns zugeschlagen haben - Benedikt Narodoslawsky und Wolfgang Zwander haben je einen der drei Nachwuchspreise Jungjournalismus 2011 gewonnen, die das Institut Re:publik vergibt (siehe Seite 4).

Armin thurnher

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