Glosse Hooliganprozess

Strafen, die echten Rapid-Fans wirklich wehtun würden


Wolfgang Kralicek

Falter & Meinung, FALTER 03/12 vom 18.01.2012

Vorige Woche wurden 29 Rapid-Fans zu Haft- und Geldstrafen verurteilt. Die Fußballfreunde hatten sich am Westbahnhof eine Schlacht mit Austria-Anhängern geliefert. Ob in einem solchen Fall tatsächlich von "Landfriedensbruch“ die Rede sein kann, ist umstritten, das Strafausmaß fiel jedenfalls überraschend drakonisch und auch einfallslos aus. Zweifellos hätte es originellere Sanktionierungsmöglichkeiten gegeben. Für Bagatelldelikte: eine Woche Arbeit im Fanshop "Get Violett“. Für kleine Vergehen: Absingen der Austria-Hymne "Viola per sempre“ im Freundeskreis. Für schwerere Fälle: Matchbesuch im Horrstadion. Im Austria-Fanblock. In einem T-Shirt, auf dem "Tod und Hass dem FAK“ steht. Höchststrafe: einen Monat als Nacktputzer in der Waschstraße von Erich Obermayers Tankstelle. F

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