Beisl  Der steirische Gourmet

Das Comeback der Salatgarnitur

Beisltest: Wolfgang Kühnelt
Steiermark, FALTER 05/12 vom 01.02.2012

Der Gärtnerwirt zählt zu den besseren Gaststätten zwischen Lendplatz und Kalvarienberg. Die Neuübernahme durch Karl Maier merkt man allerdings einstweilen nur auf der Speisekarte. Das Publikum setzt sich zu Mittag großteils aus Studierenden und aus Pensionisten zusammen. Geboten werden Pizza, Hausmannskost und passable Weine - all das zu einem vernünftigen Preis. Die Grießnockerlsuppe (€ 2,60) hat die richtige Temperatur, das Nockerl die richtige Konsistenz, nur etwas Zurückhaltung beim Salzen würden wir empfehlen. Letzteres gilt auch für die Nudelsuppe, die wir im Zuge eines Menüs (€ 6,80) verspeisten. Die dazugehörigen Calamari haben beinahe mehr frittierte Hülle als Fülle, zusammen mit der Knoblauchsauce ist das dann nicht mehr weit weg von einem Mini-Langos. Dafür überzeugt das Rindsgulasch (€ 8,90) auf der ganzen Linie. Zartes Rindfleisch, ein knackiges Würstel und einen gut abgelegenen Knödel bekommt man da sowie eine original 70er-Salatgarnitur. Bei den Nachspeisen sollte sich der Gärtnerwirt noch etwas überlegen. Derzeit gibt es Palatschinken und Strudel (ab € 3,50), und zumindest über den zähen Topfenstrudel aus der Mikro wollen wir lieber den Mantel des Schweigens breiten.

Resümee

Solides klassisches Gasthaus in Graz-Lend. Neu übernommen, weiterhin gut geführt. Der Chefkoch war früher übrigens in den Diensten von Don Camillo.

Gärtnerwirt, Kalvarienbergstraße 4, 8020 Graz, Mo-Sa 10-22 Uhr, So Ruhetag, Tel. 0316/67 52 06

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