Markovics’ Meisterstück "Atmen“

Lexikon, FALTER 05/12 vom 01.02.2012

Ganz am Anfang, so Karl Markovics, sei das Bild einer alten Frau gestanden, die in ihrem Wohnzimmer tot auf dem Boden liegt. Aus dieser Idee habe er die Geschichte von "Atmen“ entwickelt, und die daraus entstandene Szene ist die einprägsamste des Films. Roman Kogler, 19, sitzt wegen Totschlags in einer Jugendstrafanstalt. Ausgerechnet der Freigängerjob bei der Wiener Bestattung führt ihn zurück ins Leben. Die nüchterne Beschreibung der täglichen Routinen in der Arbeit wie bei der Rückkehr in das Gefängnis sind Herzstück des Films: Ausziehen. Mund auf. Beine auseinander. Vorbeugen. Husten. In der Hauptrolle: Thomas Schubert, zum Zeitpunkt des Drehs noch Gymnasiast. Markovics’ erste Regiearbeit, großes Kino, empfohlen! MO

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