Und dann singt der Anwalt das Deutschlandlied


Im Prozess gegen den Neonazi Gottfried Küssel setzen die Verteidiger auf Show. Dabei drohen den Angeklagten 20 Jahre Haft

Blü-hü-he, deutsches Vaterland“, schallt es durch den Saal 106 im Landesgericht. Rechtsanwalt Herbert Olbrecht singt nicht nur. Er verteidigt auch Felix B., der seit Montag mit Gottfried Küssel und Christian A. vor Gericht steht, weil sie die neonazistische Homepage Alpen-Donau-Info betrieben haben sollen. Diese Homepage glorifizierte das "Dritte Reich“ und hetzte gegen Minderheiten. Sogar Mordaufrufe und Adressen politischer Gegner wurden auf der Neonazi-Site veröffentlicht.

So ernst das Thema ist - schließlich geht es um bis zu 20 Jahre Haft-, so skurril war der erste Verhandlungstag. Kurz nach Beginn der Verhandlung marschierten die drei Rechtsanwälte im Talar aus dem Saal, weil sie mit der Geschworenenliste, die Richterin Martina Krainz ihnen vorlegte, nicht einverstanden waren. Rechtsanwalt Orlich, ein Burschenschafter der schlagenden Studentenverbindung

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