Kolumne  Außenpolitik

Zur Lage Griechenlands II: Jetzt herrscht Angst vor Ansteckung


Franz Kössler

Falter & Meinung, FALTER 21/12 vom 23.05.2012

Je länger die griechische Krise sich hinzieht, desto klarer wird die Alternative, vor der Europa steht. Entweder es gelingt, Griechenland jenseits des finanziellen Kalküls solidarisch zu helfen und den Sprung zu einer politisch integrierten Union zu vollziehen, oder man lässt das Land hängen, drängt es in die Zahlungsunfähigkeit und stellt damit das gesamte Projekt der europäischen Einigung infrage.

Immer häufiger wird jetzt auch von Politikern über einen Austritt des Krisenlands aus der Währungsunion spekuliert. Die europäische Wirtschaft könnte den Schock verkraften, erklären Finanzexperten, besser ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende. Die Drohung an die griechischen Wähler ist klar: Ergeben auch die erneuten Wahlen im Juni keine Mehrheit, die eine Fortsetzung des vereinbarten Sanierungskurses garantiert, würden EU und Währungsfonds die Hilfsgelder stoppen und das Land in die Insolvenz zwingen.

Letzteres könnte auch noch vor den Wahlen eintreten, wenn die

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