Verdammenswerte Zusammengehörigkeit?

Fritz Trümpi
Sachbuch, FALTER 41/12 vom 10.10.2012

Geschichte: Zwei neue Bücher präsentieren problematische Thesen zum deutschen Nationalismus

Der deutsch-amerikanische Kulturhistoriker Jost Hermand präsentiert steile Positionen: Er plädiert dafür, dass "die Möglichkeit eines sozial gerechtfertigten Nationalismus neu bedacht“ werden solle, anstatt "sich lediglich über seine ungerechtfertigten Auswüchse in der Vergangenheit zu erregen“. Ein "staatliches Zusammengehörigkeitsgefühl“ brauche schließlich "nicht von vornherein verdammenswert zu sein“.

Einheitsstaat und Chauvinismus

Woher Hermand diesen Optimismus bezieht, bleibt insbesondere nach der Lektüre seines Buches schleierhaft. Darin untersucht er nämlich in ungeschönter Direktheit die Genese des deutschen Nationalismus. Er bezieht sich dabei in erster Linie auf die Elitendiskurse und zeichnet an ihnen die seit dem Mittelalter zwischen teil- und gesamtstaatlichen Doktrinen oszillierende Geschichte unter Anführung einer Vielzahl an Beispielen detailgetreu nach.

Eine

ANZEIGE
  778 Wörter       4 Minuten

Sie haben bereits ein FALTER-Abo?


Sie nutzen bereits unsere FALTER-App?
Klicken Sie hier, um diesen Artikel in der App zu öffnen.

Jetzt abonnieren und sofort weiterlesen!

Jetzt abonnieren und sofort weiterlesen!

Print + Digital

  • FALTER sofort online lesen
  • Wöchentliche Print-Ausgabe im Postfach
  • FALTER als E-Paper
  • FALTER-App für iOS/Android
  • Rabatt für Studierende
Jetzt abonnieren

1 Monat Digital

  • FALTER sofort online lesen
  • FALTER als E-Paper
  • FALTER-App für iOS/Android
Jetzt abonnieren

Digital

  • FALTER sofort online lesen
  • FALTER als E-Paper
  • FALTER-App für iOS/Android
  • Rabatt für Studierende
Jetzt abonnieren
Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:

Alle Artikel der aktuellen Ausgabe finden Sie in unserem Archiv.

12 Wochen FALTER um 2,17 € pro Ausgabe
Kritischer und unabhängiger Journalismus kostet Geld. Unterstützen Sie uns mit einem Abonnement!