Punsch und Wirklichkeit

Das würzig-klebrige Heißgetränk hat jetzt wieder Saison. Wie sauber ist das Wiener Punschvergnügen?

Christopher Wurmdobler
STADTLEBEN, FALTER 48/12 vom 27.11.2012

Weil er von innen wärmt. Weil er die Finger wärmt. Weil er die Herzen wärmt. Wer bei einem x-beliebigen Punschstand die Leute fragt, weshalb sie sich hier so gern versammeln, bekommt stets dieselben Antworten. Je später der Abend, desto lallender vorgetragen.

In den letzten Jahrzehnten haben sich Ausschank und Konsum des heißen Würzgebräus zum großen gesellschaftlichen Ereignis der Vorweihnachtszeit entwickelt. Wien punscht nach der Arbeit, glüht vorm Club vor und erwärmt sich für den guten Zweck. Und Charity-Punsch ist sogar Saufen mit gutem Gewissen. Bereits vormittags ist an den neuralgischen Punkten, auf Adventmärkten oder Einkaufsstraßen vor den Schankhütten der Andrang überraschend.

Weniger überrascht ist auf dem Rathausplatz-Christkindlmarkt das Personal jener Punschhütte, durch

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