Neues aus der Begegnungszone

Begutachtung: Hannah Schifko
Stadtleben, FALTER 48/12 vom 28.11.2012

Eine StVO-Novelle soll Radfahrern ab 2013 das Leben erleichtern. Sie könnte aber das Gegenteil bewirken

Sie dürfen gegen Einbahnen fahren, mit dem Handy telefonieren und brauchen keine Nummerntafel. Radler sind die Freigeister unter den Verkehrsteilnehmern. Mit Jänner 2013 könnte das anders werden. Eine StVO-Novelle, deren Begutachtungsfrist kürzlich zu Ende ging, soll Neuerungen für Fans der Pedale bringen.

Vorbild für das "Fahrrad-Paket“ ist Europas Norden. In den Niederlanden oder Dänemark haben Radler den öffentlichen Raum für sich erobert, dort gilt das Rad als gelebte Alternative zum Auto. Zwei von drei Kopenhagenern nutzen das Rad mindestens einmal die Woche; das Rad hat hier einen Anteil von 33 Prozent am Verkehr. Der Grund: Fahrradstraßen, Schnellbahnen, Shared-Space-Lösungen und genügend Abstellmöglichkeiten; eine gelungene Infrastruktur.

In Wien ist man noch nicht so weit. Der Anteil der Fahrräder am Gesamtverkehrsaufkommen liegt hier bei etwa fünf Prozent. Die

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