Performance  Kritik

Pimmel, Porno und Sinnlosigkeitsterror

Bettina Hagen
Lexikon, FALTER 03/13 vom 16.01.2013

Versöhnliches gibt es nur zu Beginn: Verbeugungen und Schlussapplaus. Der Eindruck eines bürgerlichen Theaterabends wird mit Aggression, Grauslichem und Surrealem aber bald ausgetrieben - Pimmel, Porno und Gewehre inklusive. Die Performance im Wuk steht und fällt mit der Courage des Publikums, das im öffentlichen Raum - der eigentlichen Spielwiese von God’s Entertainment - oft widerspruchsfreudiger ist. Trotzdem ist der Theaterraum schön: Waldlichtung im Zigarettenrauchnebel. Eine strenge Chefin und ihr Diener, der süße Brillenhase, entlarven mit Sinnlosigkeitsterror das gehorsame Schaf im Zuschauer. Am Ende weiß man ungefähr, was der Titel "Wenn du nicht weißt, was du willst, ist es auch egal, was Du tust“ zu bedeuten hat; sonst aber nix.

Wuk, Saal, Fr, Sa 20.00

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