Digitalia

IT-Kolumne

Ingrid Brodnig
Medien, FALTER 04/13 vom 23.01.2013

Wer die Nachrichten der vergangenen Woche verfolgt hat, musste sich ernste Sorgen um die Menschheit machen. Wie in allen Zeitungen nachzulesen war, fuhr eine Belgierin nach Zagreb statt nach Brüssel, weil ihr das Navi das falsch anzeigte. Erst nach 1300 Kilometern in die falsche Richtung drehte die ältere Dame um. Eine Salzburgerin wiederum ist auch nicht ohne: Die gab insgesamt 6500 Euro für eine online bestellte Katze aus, die aber nie ankam. Anfangs wurden für das Tier 50 Euro verlangt, dann trudelten immer mehr Rechnungen aus Kamerun ein. Die 28-Jährige zahlte alles brav. Erst tausende Euro später schien ihr das nicht mehr koscher: Sie erstattete Anzeige.

Was diese beiden Meldungen gemein haben? Anscheinend haben manche Menschen ein unheimliches Vertrauen in digital vermittelte Information. Deswegen plädiere ich für die Einführung eines neuen Schulfachs. Arbeitstitel: "Oida, glaub nicht jeden Scheiß, der am Bildschirm steht!“

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