Seinesgleichen geschieht  

Gusenbauer beaufsichtigt Novomatic: Einmal Politiker, immer Politiker?

Der Kommentar des Chefredakteurs

Armin Thurnher
Falter & Meinung, FALTER 21/13 vom 22.05.2013

Qualvolle Information: Ex-Bundeskanzler Alfred Gusenbauer hat ein Aufsichtsratsmandat bei der deutschen Tochter des globalen österreichischen Glücksspielkonzerns Novomatic angenommen. Das ist keine gute Nachricht. Für Gusenbauer persönlich wird das Engagement lukrativ sein, der politischen Klasse kostet es Ansehen.

Das Geschäft mit dem Glücksspiel wurde in diesem Blatt nicht nur an dieser Stelle oft genug kritisiert. Es ist ein Geschäft mit dem Unglück. Das Glücksspiel scheint so etwas wie eine anthropologische Konstante darzustellen, es lässt sich nicht so einfach ausrotten und verbieten. Verbietet man es, wird es kriminell, weicht es in unkontrollierbare Hinterzimmer aus. Es gab also gute Gründe, das Glücksspiel zu einem staatlichen Monopol zu erklären. Wenn schon Glück mit dem Unglück gemacht wird, sollte wenigstens die Allgemeinheit den Profit kassieren, sie hat schließlich die Kosten zu tragen.

Einer deutschen Untersuchung zufolge sind diese Kosten beträchtlich. In Deutschland

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