Kommentar Grüne

Machtspiele in Salzburg: Hätte ein Mann auch "Nein danke“ gesagt?

Barbara Tóth
Falter & Meinung, FALTER 22/13 vom 29.05.2013

Eine hochseriöse Oppositionspartei verdreifacht ihren Stimmenanteil und wird drittstärkste Kraft im Land, nachdem sie sich in den Monaten zuvor als treibende Kraft in der Korruptionsbekämpfung profiliert hat. Die beiden skandalzerrütteten Altparteien verlieren beide massiv. Die eine Partei zieht die personellen Konsequenzen und tauscht noch in der Wahlnacht ihre Spitzenfunktionärin aus. Bei der anderen, die trotz allem knapp Erste werden konnte, bleibt alles beim Alten. Nun bietet die zweitplatzierte Altpartei der heimlichen Siegerpartei den Landeshauptmannsessel an. Es wäre ein Schritt zum echten Machtwechsel, symbolisch wie faktisch. Und was ist die Antwort?

Nein danke.

Woran liegt es, dass die Grünen Salzburgs nicht einschlugen, als ihnen die SPÖ den Landeshauptmann antrug? Doch nicht etwa daran, dass mit Astrid Rössler eine Frau an der Spitze steht? Hätte ein Mann anders gehandelt? Oder fehlt den Grünen generell das Machtgen, egal ob mit X- oder Y-Chromosom?

Mit Gewissheit werden

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  369 Wörter       2 Minuten

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