Neu im Kino

"Starlet" oder Bingo und Porno in L.A.

LEXIKON, FALTER 22/13 vom 29.05.2013

Vermutlich ist Sean Baker, der Regisseur und Koautor dieser Low-Budget-Produktion, besonders stolz auf die Plottwists in seinem Film. Doch weder dass die junge Kifferin Jane unter dem Künstlernamen Tess als Pornodarstellerin arbeitet noch dass die alleinstehende Sadie ihr am Ende ihren größten Schmerz offenbart, geht über kompetentes Scripting hinaus. Die eigentlichen Qualitäten von "Starlet" hingegen liegen genau dazwischen: in der Art, wie diese grundverschiedenen Frauen einander näher kennenlernen, und in der ganz unaufgeregten Weise, wie Dree Hemingway (eine Urenkelin von Ernest) und die inzwischen verstorbene Besedka Johnson (die hier mit 80 Jahren ihr Leinwanddebüt gab) den Film auf und davon tragen. Ohne falsche Sentimentalität, einfach so.

Ab Fr im Schikaneder (OmU)

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