Theater Kritiken

Monologe mit Goldrand: Mann in der Josefstadt

Lexikon, FALTER 02/14 vom 08.01.2014

Das Bühnenbild (Herbert Schäfer) ist genial. Eine goldene Wand, die irgendwann wie die aufgehende Sonne in Schräglage gekippt wird, und das Licht auf diese Art ins Publikum reflektiert, sodass man sich tatsächlich im alten Ägypten wähnen könnte, beim asexuellen Kastraten Potiphar (Tonio Aringo), seiner Frau Mut (Sandra Cervik) und deren Liebhaber, dem Sklaven Joseph (Florian Teichtmeister). In der Bühnenadaption von Thomas Manns biblischer Roman-Tetralogie "Joseph und seine Brüder" wird durchs Wasser gewatet und primär monologisiert. Regisseur Günter Krämer konzentriert sich auf ein einziges Kapitel, nämlich "Die Berührte". Der Originaltext bleibt der Mittelpunkt dieser Inszenierung, die ihre Längen hat. SS

Theater in der Josefstadt, Di-Do 19.30

ANZEIGE

Fanden Sie diesen Artikel interessant? Dann abonnieren Sie jetzt und bleiben Sie mit unserem Newsletter immer informiert.

Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:

Alle Artikel der aktuellen Ausgabe finden Sie in unserem Archiv.

12 Wochen FALTER um 2,17 € pro Ausgabe
Kritischer und unabhängiger Journalismus kostet Geld. Unterstützen Sie uns mit einem Abonnement!