DIE EU-AUSSENSEITER

Im Machtkampf um den Posten des EU-Kommissionspräsidenten schicken Europas Liberale, Grüne und Linke namhafte Kandidaten ins Rennen. Die bunte Mischung reicht vom Häfenbruder aus Überzeugung bis hin zum slicken Staatsmann


Für die Grünen geht die einzige Doppelspitze ins Rennen, beide kommen aus den wichtigsten EU-Ländern. Mit der weitgehend unbekannten deutschen EU-Abgeordneten Ska Keller ist die einzige Frau im Rennen, mit dem Franzosen José Bové ein bekannter Aktivist. Wie die beiden zu Spitzenkandidaten gewählt wurden, war auch unter den Grünen umstritten. Erstmals fanden die Vorwahlen im Internet statt, wahlberechtigt waren alle EU-Bürger. Am Ende stimmten weniger als 25.000 Bürger ab, obwohl die Grünen allein rund 200.000 Mitglieder zählen.

Die österreichischen Grünen probten zwar nicht den Aufstand wegen der Vorwahlen, zeigten sich aber wegen der Intransparenz und Datenschutzbedenken zumindest wenig erfreut. Die Islamwissenschaftlerin Ska Keller ist eine Vertreterin der Europäischen Grünen Jugend, ihre Wahl ist eine Überraschung. "Sie ist wahnsinnig engagiert in der Asyl-und Migrationsfrage", sagt der österreichische grüne EU-Kandidat Michel Reimon, "die Aufklärung übers Massensterben

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