Kommentar Schulpolitik

Gegen die Testeritis, aber für Pisa: Warum die Ministerin irrt

Ingrid Brodnig
Falter & Meinung, FALTER 12/14 vom 19.03.2014

Es ist ein großes Rätsel: Warum sagt Unterrichtsministerin Gabriele Heinisch-Hosek (SPÖ) den kommenden Pisa-Test ab? Sie selbst argumentiert dies mit dem Datenklau im Bildungsinstitut Bifie. Online waren die Testergebnisse von 400.000 Schülern aufgetaucht. "Ich muss prüfen, wie es zu dem Datenproblem gekommen ist", meinte Heinisch-Hosek in der "Pressestunde" und blieb dabei: Wegen der Datenunsicherheit entfalle der Test 2015. Auch würde die Ministerin verbieten, dass einzelne Bundesländer ihre Schüler testen. Oberösterreich will dies nach wie vor tun.

Selbst die OECD, die internationale Trägerorganisation des Pisa-Tests, versteht diese Argumentation nicht: Warum führt ein Datenleck dazu, dass gleich der gesamte Pisa-Test abgesagt wird? Warum kann kein anderes Institut kurzfristig einspringen und hierzulande die Tests durchführen? Die Uni Salzburg hat angeboten, sich inhaltlich mit dem Bifie abzustimmen, aber sämtliche Daten auf den Unicomputern (und nicht beim Bifie) zu speichern.

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