Höre, staune, schlechte Laune: das neue Album der US-Band Liars


Musikkritik: Gerhard Stöger

Feuilleton, FALTER 12/14 vom 19.03.2014

Gegen Ende des vergangenen Jahrtausends hatte sich das Thema Rockmusik scheinbar erledigt. Hip-Hop und Techno machten sich das Spiel um Hipness und Chartserfolg untereinander aus, die Stromgitarre interessierte nur mehr Spießer und Indie-Romantiker.

Doch kaum war das Millennium über die Welt gekommen, wurden die Karten neu gemischt. Die Aufgeregtheit des Punk und die Experimentierlust des Postpunk dienten Heerscharen junger Männer in engen Hosen als Vorlage für eine Form von Popkultur, die einige Jahre später mit dem Begriff "Retromania" gefasst werden sollte.

Die Band Liars zählte dazu. Oder besser gesagt: Sie wurde dazugezählt - fälschlicherweise. Weil sie jung war, Krach schlug und ihren Proberaum in New York hatte. Ein gutes Jahrzehnt nach dem Dance-Punk- und Neo-New-Wave-Boom sind die meisten Bands vergessen, fad geworden oder aufgelöst. Liars aber sind unverändert aktiv. Und unverändert spannend, wie das mittlerweile siebente Album "Mess" zeigt.

Das Trio um den Sänger und

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