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Pressekolumne


Benedikt Narodoslawsky

Medien, FALTER 12/14 vom 19.03.2014

Spannend, was Medien erregt. Etwa das Bündnis Zukunft Österreich, das seit der Wahl 2013 Vergangenheit ist (3,5 Prozent, Parlament ade). Mit dem schmissigen Ewald Stadler und dem braungebrannten Stefan Petzner hatten die letzten berühmtberüchtigten Gesichter den Resterlverein verlassen, das BZÖ war klinisch tot, der orange Partezettel vergilbt. Und nun der Coup.

Mit dem BZÖ ins EU-Parlament will: Ulrike Haider-Quercia. Bing! Bing! Bing! Haider! Haider! Haider! Bing! Bing! Bing! Die Tochter des Kärntner Landeshauptmanns Jörg Haider äußerte sich zwar noch nie öffentlich zur Politik und hat bei der Wahl null Chance. Macht aber nix. Es reicht der magische Nachname, um Journalisten zum Hecheln zu bringen. Das Gratisblatt Heute packte sie bereits auf die Titelseite, für den Standard war sie der "Kopf des Tages", die deutsche Stuttgarter Zeitung widmete ihr die Seite 3. Seit Samstag ist Haider-Quercia offiziell BZÖ-Spitzenkandidatin. Geil!

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