Gebt dem Arschloch eine Chance!

Gesellschaftskritik zum Schieflachen: Neues vom Dramatiker Wolfram Lotz

PORTRÄT & THEATERKRITIK: WOLFGANG KRALICEK
Feuilleton, FALTER 37/14 vom 10.09.2014

Jeder hat ein Arschloch." Ein Theaterabend, an dem dieser Satz fällt, kann schon einmal nicht ganz schlecht sein. Der Satz stammt aus dem "kontrasexuellen Manifest", in dem folgende These aufgestellt wird: Wenn die Menschheit sich auf den Anus als "eigentliches Geschlechtsteil" einigen könnte, wäre die ganze Gendersache kein Thema mehr. Also: "Gebt dem Arschloch eine Chance!"

"Die lächerliche Finsternis" heißt der Theaterabend im Akademietheater, und obwohl die Saison gerade erst begonnen hat, kann man schon jetzt ohne Übertreibung sagen, dass in diesem Theaterjahr kaum viel Besseres zu sehen sein wird. Zu entdecken gibt es einen außergewöhnlichen Autor, einen für Wien neuen Regisseur und eine tolle junge Schauspielerin.

Der Autor heißt Wolfram Lotz. Seine ersten beiden Stücke, "Der große Marsch" und "Einige Nachrichten an das All", waren spielerische Angriffe auf die Institution Theater, voll herrlich absurder Ideen und unmöglicher Regieanweisungen. Begleitet wurden sie von

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  874 Wörter       4 Minuten

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