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Pressekolumne

BARBARA TÓTH
Medien, FALTER 37/14 vom 10.09.2014

Der neue Finanzminister Hans Jörg Schelling verkauft sich in den Medien blendend. Die Geschichte vom Millionär, der selbstlos in die Politik geht, um den Staat zu sanieren, ist ein Selbstläufer.

Mit einem Haken. "Ein Mann für alle Härtefälle", schmeichelte ihm etwa der Kurier. Schon als Präsident des Hauptverbandes "verzichtet er auf einen Gehalt und lässt sich nur eine Aufwandsentschädigung von 3000 Euro zahlen". Auch Österreich schreibt über Schellings Vermögen von "klar über 100 Millionen" Euro, "deshalb ließ er sich auch nur eine Aufwandsentschädigung auszahlen".

Das klingt zwar edel und gut, es stimmt bloß nicht. Schelling hat in seinem früheren Job als Hauptverbandspräsident weder auf ein Gehalt verzichtet noch sich aus Großmut weniger auszahlen lassen. Die etwas über 3000 Euro, die er zwölfmal im Jahr bekam, sind einfach nur das gesetzlich vorgesehene Entgelt für diese Funktion. F

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